Chronik

Aus der Festschrift zum 90-jährigen Gründungsfest des Kreisverbandes und Ortsvereines Neumarkt im Jahre Juli 1985 ist zu entnehmen, dass die Gründung wahrscheinlich 1894 stattgefunden hat. Zu dieser Zeit spalteten sich häufig eigene Imkervereine aus dem bisherigen Verbund mit Obst- und Gartenbauvereinen ab.

1901 wurden in der Region die ersten Bienenkästen vorgeführt, zuvor imkerte man in Strohkörben.

Aus Neumarkt stammt der durch sein Werk "Deutsche Reformbienenzucht" weit bekannte Vorkämpfer für die Bienenzucht Jakob Fehlhammer. Sein Werk, welches 1906 erstmals erschien, war weit verbreitet und Basis für den großen Aufschwung den die Bienenhaltung dadurch nahm. Durch aufklärende Versammlungen in der Bevölkerung wurde die Kenntnis vom Zusammenspiel zwischen Biene und Blüte verbreitet, der Ertrag an Obst und Honig konnte wesentlich gesteigert werden.

Erst im 20. Jahrhundert gibt es erste Zeitungsberichte über den Neumarkter Verein und dessen Mitglieder.

Franz Lang wird als erster Vorsitzender genannt.

1919 wird in Neumarkt ein Bezirksbienenzuchtverein mit Ortsverbänden in Neumarkt, Freystadt, Berg, Mühlhausen und Loderbach gegründet.

Während des 2. Weltkrieges war eine schwere Zeit für die Imkerei. Viele Imker waren im Krieg und die Frauen mussten die Arbeit fortführen. Ein Honigzoll musste abgeliefert werden. Jakob Fehlhammer führte den Verein bis 1946. Anschließend übernahm Herr Schrögl dieses Amt.

In neuerer Zeit folgten ihm Anton Eichinger, Xaver Bösl, IM Adolf Kieweg und Wolfgang Aumeier. Heute leitet  Rudolf Braun als erster Vorsitzender den Verein und wird von einer aktiven Vorstandschaft unterstützt.

Einen Höhepunkt in der Geschichte des Imkervereins Neumarkt stellt die Teilnahme an der Landesgartenschau dar, welche 1998 in Neumarkt stattfand.

Eine stattliche Anzahl von aktiven Mitgliedern informierte den großen Besucheransturm täglich in einem separaten Gebäude mit einer Vielzahl von Exponaten über das Leben und den vielfältigen Nutzen der Biene. Das solide Finanzpolster über welches der Verein noch heute verfügt, hat seinen Ursprung in damals getätigten Erlösen aus Bienenprodukten.

Über 150 Imker, überwiegend aus dem Stadtgebiet und der näheren Umgebung, gehören dem Verein heute an. Ihre Bienen halten sie im Talkessel in und um Neumarkt und auf den Jurahöhen welche die Stadt umgeben. Regelmäßig trifft sich ein "harter Kern" von etwa 60 Mitgliedern am 1. Donnerstag des Monats im Saal des Vereinslokals. Bei regelmäßigen Veranstaltungen mit interessanten Themen und Vorträgen finden sich auch 80 bis 100 Zuhörer im Johanneszentrum ein.

Traditionelle Aktivitäten während des Jahres sind die Hauptversammlung mit Fachvortrag am 3-Königs-Tag, die Waldbegehung an Pfingsten, regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen durch den staatlichen Fachberater oder den vereinsinternen Fachwart bei den Monatsversammlungen oder am 2014 neu erstellten Lehrbienenstand auf der Bienenwiese im LGS- Park. Auch der Imker-Gedenk-Gottesdienst, die seit 2008 jährlich durchgeführte, praktische Ausbildung neuer Mitglieder beim "Probeimkern" im 14- tägigen Rhythmus am Lehrbienenstand und auch das vorweihnachtliche Beisammensein sind feste Bestandteile des Vereinslebens geworden, welches in den letzten Jahren durch zahlreiche Neuzugänge deutlich belebt werden konnte.

Mit der neu erstellten Homepage wurde ein Medium geschaffen, welches den heutigen Ansprüchen bezüglich Information und Kommunikation gerecht wird.